Rosti
In-Mould Decoration – IMD
Rostis In-Mould-Decoration-Lösungen verbinden fortschrittliche Materialien, präzise Formgebung und hochwertige Grafiken, um langlebige, optisch hochwertige Kunststoffkomponenten zu schaffen.
Unser IMD-Prozess integriert Dekorfolien direkt in den Spritzgießvorgang und erzielt dadurch gleichmäßige Oberflächen, ausgezeichnete Kratz- und Chemikalienbeständigkeit sowie volle Gestaltungsfreiheit für komplexe Geometrien. Vom Automobil-HMI-Panel und der Unterhaltungselektronik bis hin zu industriellen Geräten liefern wir skalierbare und reproduzierbare IMD-Fertigung, unterstützt durch umfassende Engineering-, Werkzeugbau- und globale Produktionsexpertise.

Tony Austin
European Technical Director

Durch kontinuierliche Weiterentwicklung von In-Mould-Folien und Prozessen haben wir eine IMD-Technik erreicht, die höchste Präzision und Kosteneffizienz bietet und an verschiedenen globalen Standorten verfügbar ist. Die Rosti-Methode verschlankt nicht nur Ihren Produktionsprozess, sondern senkt auch die Betriebskosten und erhält dabei stets hohe Bildqualität.
Technologische Innovation im Bereich IMD
Unser Bestreben, die Grenzen von IMD zu verschieben, hat zu bahnbrechenden Kooperationen mit Kunden und Lieferanten geführt, durch die Lösungen ermöglicht wurden, die zuvor als unmöglich galten – auch bei Herausforderungen rund um das Verhältnis der Geometrien.
Rosti China implementierte erfolgreich eine neue In-Mould-Decoration- (IMD-)Fertigungszelle für einen langjährigen Kunden und setzte damit einen neuen Standard im kosmetischen Design, der über die Möglichkeiten herkömmlicher Lackier- oder Galvanisierungsprozesse hinausgeht. IMD war traditionell für flache Geometrien geeignet, stellte aber bei den komplexen 3D-Bauteilen, um die es hier geht, mit einem beeindruckenden Stretch-Verhältnis von über 45 %, besondere Herausforderungen dar.
Unser Ansatz umfasste eine gründliche Risikobewertung sowie eine Analyse möglicher Fehlermodi, wobei wir das Vorhaben als eigenständiges technisches Entwicklungsprojekt außerhalb des normalen Prozesses für die Einführung neuer Produkte betrachteten. Wir bewältigten Herausforderungen bezüglich des Stretch-Verhältnisses, des Harzes und der Fließweglänge der Bauteile.
Kritische Faktoren waren:
- Stretch-Verhältnis: Der erhebliche Anstieg des Bauteilprofils im Vergleich zur flachen Folie.
- Harz: Die optimale Bedingung besteht darin, einen langsamen und kühlen Einlauf zu gewährleisten, um Farbstofffehler im Angusspunkt zu minimieren.
- Fließweglänge: Das optimale Verhältnis der Wandstärke des Bauteils zur Länge vom Angusspunkt bis zum Ende der Füllung sollte so kurz wie möglich sein, um einen gleichmäßigen Temperatur- und Druckgradienten zu erhalten.
- Lösungen wurden durch das gebündelte Fachwissen unserer Partner, darunter Harz-, Anlagen- und Dekorfolienlieferanten, erzielt. Mithilfe digitaler Simulationen und Analysen konnten wir qualitätskritische Aspekte adressieren und den Entwicklungszyklus optimieren – für Kostenersparnis und einen schnellen Markteintritt.
Komplexitäten des Streckungsverhältnisses wurden durch die Analyse von Bereichen mit hoher und niedriger Dehnung in den dreidimensionalen Kurven unseres Bauteils behandelt. Das Harz, ein Hochtemperatur-Konstruktionspolymer (Polybutylenterephthalat (PBT) + Glasfaseranteil), wurde durch Rostis fortschrittliche Fließsimulation für das Spritzgießen optimiert. Die Kombination aus Dünnwandgeometrie und Harz führte zu hohen Einspritztemperaturen und -drücken, die durch Rostis digitale Analysekompetenz gemildert wurden.
Nach umfangreicher digitaler Entwicklung und Szenarioanalyse wechselte Rosti mit Zuversicht zur physischen Werkzeugherstellung und Entwicklung. Vom Start der Stahlwerkzeuge bis zur Konzeptbestätigung sowie zur Freigabe des Produktionsprozesses vergingen weniger als drei Monate. Dieser bemerkenswerte Zeitrahmen war dank eines tiefen Verständnisses der Prozessschwierigkeiten, robuster Simulationsmodelle und eines starken Innovationsengagements möglich – ein treffendes Beispiel für Rostis Philosophie „vom Konzept zur Realität“.

