Herstellung intelligenter Geräte für die Kosmetikindustrie

Die Nachfrage nach personalisierten Produkten und smarten Geräten wird immer lauter – auch in der Kosmetikbranche. Dabei geht es nicht nur um die kosmetischen Formulierungen, die auf die Haut aufgetragen werden, sondern um Geräte, die helfen, individuelle Produkte zu analysieren, zusammenzustellen und zu formulieren. Patrick Williams kennt den Markt und weiß, was die Geräte können müssen; er teilt seine Gedanken mit COSSMA.
Konsumenten fordern Personalisierung in allen Produktkategorien und die Schönheitsindustrie steht unter Druck, umweltfreundliche, mit künstlicher Intelligenz (KI) ausgestattete Geräte anzubieten, die in das Internet der Dinge (IoT) integriert sind.
Der Technologieneinsatz in der Schönheitsindustrie nimmt zu – von Haut- und Hauttonanalyse, der Identifizierung von Pigmentflecken, feinen Linien und Falten, personalisierter Farbanpassung von Kosmetika und Haarpflege bis hin zu KI-gestützten Geräten für Duft- und Lippenfarbenmischung. Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Ursprung bis zum Kunststoffspritzguss, müssen reagieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Personalisierung durch Technologie
Konsumenten werden immer anspruchsvoller und verlangen personalisierte Produkterlebnisse, die zu ihrem Lebensstil passen. Um diese Forderungen zu erfüllen, benötigen innovative Produkte IoT-Konnektivitätsfunktionen wie Bluetooth, kabelloses Laden, Radiofrequenz-Identifikation (RFID) und eine verbrauchergerechte Datenerhebung und -analyse, um maßgeschneiderte Behandlungsmöglichkeiten in Echtzeit zu ermöglichen.
In den letzten Jahren gab es eine regelrechte Explosion von IoT-Geräten im Konsumgüterbereich, die das persönliche Wohlbefinden betreffen. Ein Bericht von market data forecast prognostiziert, dass der weltweite Markt für Schönheitsgeräte mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 20,2 % von 2022 bis 2027 wächst; von 46,18 Milliarden USD im Jahr 2022 auf 115,87 Milliarden USD im Jahr 2027.

Umsetzung in die Praxis
Es gilt inzwischen als allgemein anerkannt, dass neue Produkte Daten und Konnektivität nutzen müssen, um in einem stark umkämpften Markt die Kundenerfahrung zu personalisieren und erfolgreich zu sein.
Viele Unternehmen verfügen über die konzeptionellen Designfähigkeiten, um bahnbrechende Produkte zu entwickeln, die den Endnutzern die gewünschten Erlebnisse bieten. Die Herausforderung besteht nun darin, alle Komponenten und Rohmaterialien zu beschaffen und einen erfahrenen sowie zuverlässigen Partner zu finden, der ihre Ideen bis zur Produktion begleitet.
Es ist daher entscheidend, dass Markeninhaber den richtigen Auftragsfertigungspartner finden, der nicht nur Konsumgüter und Kunststoffherstellungsprozesse versteht, sondern auch IoT-Geräte, um ihre Konzepte schnell und zuverlässig in die Realität umzusetzen.
Aktuelles Projekt
Ein aktuelles Beispiel ist ein Smart-Beauty-Produkt-Projekt eines internationalen Kunststoffspritzgussunternehmens mit Standorten in neun Ländern, das nach zwei Jahren Design- und Produktentwicklung in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 marktreif war.
In diesem Fall bestand der wesentliche Vorteil der unternehmenseigenen Innovationszentren darin, durch 3D-gedruckte Spritzgusswerkzeuge aus Design-Intent-Materialien den Entwicklungszyklus zu verkürzen.
Dieser beschleunigte Ansatz kann ein Design in nur 72 Stunden von der Idee zur Realität bringen. Die Innovationszentren umfassen außerdem ein Elektroniklabor, das die Designfähigkeiten für elektromechanische Funktionalität und Validierungstests weiter stärkt – eine Schlüsselkomponente für Produktzuverlässigkeit und die Einhaltung internationaler Vorschriften.
Die Zukunft?
Smarte Beauty-Geräte werden eingesetzt, um Konsumenten mehr Personalisierung zu bieten; sie ermöglichen aber auch neue Geschäftsmodelle auf Basis von Nutzung und Empfehlungen – was bedeutet, dass diese Geräte langlebiger und nachhaltiger sein müssen.
Das gestiegene Umweltbewusstsein und der Fokus auf Nachhaltigkeit führen dazu, dass jeder Fertigungspartner innerhalb der Wertschöpfungskette seine Umweltauswirkungen und die verantwortungsvolle Beschaffung von Materialien nachweisen können muss.
So gibt es beispielsweise Initiativen, um die Materialdicke zu reduzieren und In-Mould-Labeling zu verwenden, um Material einzusparen. Da sich Geräte aus der Schönheitspflege und dem Gesundheitswesen in Bezug auf Datensammlung und Konnektivität annähern, wird die Fähigkeit eines Kunststoffspritzgussanbieters, diese neuen Technologien bereits in der Design- und Bauphase neuer Produkte zu integrieren, ein kosmetisch attraktives Angebot schaffen, das mehr als nur oberflächlich ist.
