Kunststoffe und ihr positiver Einfluss auf die ökologische Nachhaltigkeit? Ja.

Die Kunststoffindustrie hat eine Schlüsselrolle dabei gespielt, das moderne Leben nachhaltig zu gestalten – durch bezahlbare und zugängliche Gesundheitsversorgung, Nahrung für alle und weitere Annehmlichkeiten. Nun muss sie entschlossen handeln und in Innovation und Technologien investieren, die darauf abzielen, den Lebenszyklus ihrer Produkte für eine nachhaltige Zukunft zu verlängern.
Von Patrick Williams, SVP, Asien, Rosti Group
Über Kunststoffe und ihren positiven Einfluss auf die Umwelt zu sprechen, ist unerwartet – und definitiv nicht einfach. Was diese Diskussion schwierig macht, ist das Ausmaß der Klimakrise, der wir gegenüberstehen – eine Krise, die zu einem großen Teil durch menschliche Industrieaktivitäten im vergangenen Jahrhundert entstanden ist.
Als eine der bedeutendsten Erfindungen dieser Zeit ist Kunststoff ein entscheidender Faktor für das moderne Leben, das wir heute als selbstverständlich ansehen. Ich würde sogar behaupten, dass die Erfindung von Kunststoffen einen großen Fortschritt an menschlichem und intellektuellem Kapital darstellt, der die Massenproduktion von heute lebensnotwendigen Annehmlichkeiten ermöglicht hat. Und die Kunststoffindustrie handelt dabei nachhaltig.

Ein Blick in die Vergangenheit
Die Erfindung und die Weiterentwicklung von Kunststoffen sind in der Nachhaltigkeit verwurzelt. Die Suche des Menschen nach Alternativen zu natürlichen Materialien führte Anfang des 20. Jahrhunderts zur Erfindung von Bakelit. Das war der Vorläufer der Kunststoffentwicklung. Als der Zweite Weltkrieg begann, war die Gesellschaft bereit für einen Technologiesprung, und suchte für Fortschritte in medizinischer Versorgung, Ernährungswissenschaft, Verteidigung und Industrie nach künstlichen Ersatzmaterialien für natürliche Rohstoffe.
Die Kunststoffindustrie reagierte mit großer Innovationskraft und entwickelte eine Vielzahl von Kunststoffen für unterschiedlichste Anwendungen. Sie synthetisierte Materialien, die eine deutlich tragfähigere und wirtschaftlichere Alternative zu natürlichen Werkstoffen darstellten – und trug damit zur Schonung wichtiger natürlicher Ressourcen bei.
Das ermöglichte menschlichen Fortschritt in großem Maßstab, verlängerte die Lebenserwartung, senkte drastisch die Kosten für Gesundheitsversorgung, Nahrung und andere Güter sowie für diverse Geräte und Maschinen, die das industrielle Wachstum vorantrieben. Das Ergebnis waren flächendeckende Jobschaffung, Armutsbekämpfung und soziale Wohlfahrt in bislang ungekanntem Ausmaß in der Menschheitsgeschichte.
Das Wirkungsfeld im Überblick
Zu den am häufigsten eingesetzten Produkten im Bereich Gesundheit und medizinische Infrastruktur zählen viele, die in großem Maßstab aus Kunststoff bestehen. Sie machen qualitativ hochwertige Gesundheitslösungen breit zugänglich und erschwinglich. Ein aktuelles Beispiel ist die schnelle Massenproduktion von PSA-Sets, Masken, Spritzen und weiteren Produkten, die weltweit dazu beitrugen, die Auswirkungen des COVID-19-Virus zu bewältigen.
Kunststoffe werden vielfältig in der Verpackung eingesetzt und ermöglichen so einen sicheren Transport und Vertrieb von Produkten. Diese Prozesse tragen dazu bei, den CO2-Fußabdruck zu senken und gleichzeitig Kosten zu reduzieren. Insbesondere im Bereich der Lebensmittelverpackungen hat der Einsatz von Kunststoffen erheblich dazu beigetragen, Lebensmittelverluste zu verringern und damit natürliche Ressourcen zu schützen.
Kunststoffe haben auch dafür gesorgt, dass moderne Annehmlichkeiten und Technologien jeden Winkel der Welt erreichen konnten und so die Lebensqualität gesteigert haben. Es ist heute kaum vorstellbar, dass ein Haushalt ohne Kunststoffe auskommt – von Geräten über Kleidung bis zu elektronischen Geräten.
Der Weg nach vorn für die Kunststoffindustrie
Als verantwortungsvoller Partner für menschlichen Fortschritt in großem Maßstab muss die Kunststoffindustrie ihre Kompetenzen in Forschung und Innovation weiterentwickeln, um auf die Herausforderungen des Klimawandels zu reagieren. Die Rosti Group hat kontinuierlich gezeigt, wie sich Innovation und unternehmerische Verantwortung erfolgreich in das Wachstum des Unternehmens integrieren lassen.
In unserer 78-jährigen Geschichte bei der Rosti Group setzen wir konsequent auf Innovation, um Auftragsfertigung von Produkten effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Häufig haben unsere innovativen Entwicklungen es unseren Kunden ermöglicht, Produkte zu entwerfen und herstellen, die ihren CO2-Fußabdruck weiter reduzieren.
Dadurch können unsere Kunden die von uns gefertigten Produkte nachverfolgen und haben vollständige Kontrolle über die Qualität sowie null Materialverlust. Sie können ihre Leistung im Bereich Umweltschutz glaubwürdig und transparent berichten und zeigen Verantwortung als Unternehmen. In meinen 35 Jahren Erfahrung in der Gruppe treiben uns unsere Werte – Leidenschaft, Integrität, Partnerschaft und Exzellenz – weiterhin an, unseren Kunden dabei zu helfen, umweltfreundlichere Materialien und Produktionsverfahren einzusetzen.
Wenn es darum geht, unseren Beitrag zur ökologischen Nachhaltigkeit zu leisten, müssen wir es als unsere Aufgabe sehen, die gesamte Wertschöpfungskette global zu kontrollieren. Grundlage sollte eine Steigerung der Kreislaufwirtschaft und die Übernahme erweiterter Herstellerverantwortung sein. Ein wesentlicher Treiber ist dabei die Innovation – seit jeher ein Markenzeichen der Kunststoffindustrie. Wir verfügen über die Fähigkeit, Produkte zu entwickeln, die den Lebenszykluswert für die Kunden steigern und gleichzeitig unsere Abhängigkeit von neuen Rohstoffen verringern sowie Abfälle durch verantwortungsvolle Sammlung, Sortierung und Wiederverwertung reduzieren.
Bedeutung der richtigen Partnerwahl
In einem Ökosystem, das von Auftragsherstellern dominiert wird, die Kostensenkung als Hauptwachstumstreiber sehen, heben sich Unternehmen wie die Rosti Group mit ihren erheblichen Wertbeiträgen ab – zum Beispiel durch das Bekenntnis zu Nachhaltigkeit durch Innovation und Technologie. Unser Wachstum basiert weiter darauf, unseren Kunden einen deutlichen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen: Ihre Marken sind bekannt für ihre Verantwortung, während sie innovative Produkte liefern und ihre Wertschöpfungskette profitabel betreiben. Sie vertrauen auf das Rosti-Motto „Leave no trace“. Wir gewährleisten dies durch externe Zertifizierungen. Zum Beispiel entsprechen wir drei internationalen Nachhaltigkeitsstandards: ‚RBA‘, ‚SEDEX‘ und ‚ecovadis‘.“
Die Zukunft ruft nach Kunden und Industriepartnern, die sich der Verantwortung für Mensch und Umwelt bewusst sind und im Streben nach Gewinn verantwortungsvoll handeln.
Bei der Rosti Group betrachten wir jede Partnerschaft mit unseren Kunden als Chance, ökologischer Nachhaltigkeit zum Durchbruch zu verhelfen. So haben wir zum Beispiel mit einem multinationalen Elektronikkonzern zusammengearbeitet, um das Gehäuse einer innovativen LED-Lampe, die verstellbare Farben und Schattierungen erzeugt, zu gestalten. Wir haben erfolgreich das Glas durch Kunststoff ersetzt. Das führte zu erheblichen Energieeinsparungen und schuf ein Produkt mit verlängerter Lebensdauer, was wiederum weitere Energieeinsparungen bedeutet. Inzwischen wurden weltweit über 6 Millionen dieser Leuchten verkauft.
Kunststoffe haben eindeutig einen geringeren CO2-Fußabdruck als entsprechende Produkte aus Stahl oder Aluminium. Die eigentliche Herausforderung ist jedoch, die Entsorgung dieser Produkte am Lebensende zu steuern.
Sie sollten – so weit möglich – wiederverwendet und recycelt werden, und zwar so, dass sie die gleiche Qualität wie das ursprüngliche Material erreichen. Dies ist mit einer Strategie der erweiterten Herstellerverantwortung erreichbar und erfordert Partner wie die Rosti Group für technische Unterstützung und Umsetzung.
Wir sind davon überzeugt, dass die unternehmensweite Einführung dieser Rosti-Methode der Schlüssel ist, um unseren Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels weltweit weiter auszubauen.
