Leitfaden für den Transfer von Spritzgusswerkzeugen

Die Übertragung eines Spritzgusswerkzeugs muss weder stressig noch übermäßig kostspielig sein. Während des Transfers von Spritzgusswerkzeugen gibt es eine Reihe wichtiger Fragen zu beachten.

Welche Vorteile hat die Übertragung eines Spritzgusswerkzeugs?

Es ist wichtig, Fertigungskompetenzen und Qualitätsanforderungen so früh wie möglich zu bewerten, um sicherzustellen, dass die Partnerschaft für beide Seiten passend ist. Die Übertragung eines Werkzeugs kann eine Gelegenheit sein, Kompetenzen und Anforderungen neu zu definieren. Zudem bietet der Transferprozess die Möglichkeit, dass ein unabhängiger Dritter eine umfassende Bewertung des Zustands des Werkzeugs durchführt.

Welche Nachteile hat die Übertragung eines Spritzgusswerkzeugs?

Oftmals ist es schwierig, für ältere Werkzeuge genaue und detaillierte Informationsunterlagen zu erhalten. In der heutigen digitalen Zeit sind jedoch Unterlagen zum Werkzeugbau und ECN deutlich leichter zugänglich.

Was sind einige bewährte Methoden für den Transfer von Spritzgusswerkzeugen?

  • Planen Sie, wenn möglich, einen angemessenen Zeitpuffer ein, um während des Transfers, der Bewertung, der Umrüstung und der Requalifizierung stets eine ausreichende Versorgung sicherzustellen.
  • Teilen Sie den Grund für den Transfer mit.
  • Erstellen Sie eine Transfer-Checkliste, um sicherzustellen, dass Sie aktuelle Informationen bereitstellen oder erhalten. Diese Liste kann umfangreich sein, sollte aber immer Zeichnungen, 3D-Dateien, letzte Ausfallmuster, Maßprotokolle, Messmittel, Wartungshistorie, Qualitätsberichte, Werkzeugzeichnungen sowie alle Zusatz- oder Roboteranforderungen umfassen.  Laden Sie hier eine hilfreiche Checkliste als Einstieg herunter.
  • Geben Sie dem neuen Spritzgießer mindestens eine Woche Zeit, um eine eigene Werkzeugbewertung durchzuführen und Armaturen, Kupplungen sowie Verbinder entsprechend den eigenen Abläufen auszutauschen.
  • Führen Sie nach dem Transfer ein vollständiges Maßprotokoll durch. Hinweis: Dies ist eine günstige Gelegenheit, Kunststoffbauteile sowie die Messergebnisse erneut zu prüfen.

Worauf sollte ein Hersteller bei einem neuen Spritzgießer achten?

  • Finanzielle Stabilität.
  • Eine nachweisliche Erfolgsbilanz mit einem klaren, Schritt für Schritt dokumentierten Plan, der alle Beteiligten – vom Vertrieb über die Technik bis zur Produktion – darüber informiert, was vor dem Eintreffen des Werkzeugs zu erwarten ist.
  • Ein starker Design for Manufacturing-Prozess (DFM), der den Mehrwert aufzeigt, der verloren gehen kann, wenn Design, Prototyp und Produktion als unabhängige Prozesse und nicht als zusammenhängende Fertigungskette betrachtet werden.
  • Werkzeugsimulationssoftware (z. B. SolidWorks). Spritzgießer, die Simulationslösungen wie SolidWorks Plastics Premium verwenden, bieten eine vorausschauende Validierung des Designs und ermöglichen Einblicke in die Geometrie von Kunststoffteilen, die auf herkömmlichem Wege schwer, teuer oder gar nicht vorhersehbar wären.
  • Fertigung – es ist entscheidend, dass der Spritzgießer sowohl die nötigen Produktionskapazitäten als auch passende Maschinen (Schließkraft, Schneckendurchmesser, Platten, etc.) besitzt.
  • Qualität – der neue Spritzgießer sollte über die Qualitätskontrollsysteme verfügen, um dauerhaft optimale Teilqualität zu gewährleisten und zu überwachen.
  • Materialien – der Spritzgießer sollte über die passenden Kompetenzen für Verarbeitung und Logistik in den relevanten Harz-Kategorien verfügen.
  • Mehrwert-Anforderungen – der Spritzgießer sollte über die notwendige Ausstattung und personellen Ressourcen verfügen, damit das Teil wie vorgesehen versendet werden kann.

Was können Sie von den Rollen des Programmmanagement-Teams erwarten?

Ihr Team setzt sich zusammen aus einem Account Manager, Account Engineer, Programmstart-Manager sowie Vertretern aus Werkzeugbau und Qualitätssicherung. Dieses Team ist für alle Aspekte des Übernahmeprozesses zuständig, von der Zeitplanung und Werkzeugbewertung bis hin zur Bemusterung und PPAP-Einreichung. Sie sorgen für einen reibungslosen und schnellen Ablauf Ihres Transferprogramms.

Welche Phasen durchläuft der Übertragungsprozess für ein Spritzgusswerkzeug?

  1. Partnership: Key to the success of the project in establishing and maintaining defined communication channels.
  2. Assessment: During this time, the team works with the customer to thoroughly understand production functions from order entry to shipment.
  3. Schedule: Based on the on-site assessment, a transfer schedule will be developed.
  4. Safety stock: Six weeks is a typical time frame for safety stock allotment.
  5. Validation: The goal of validation is to obtain customer approval on each part that will be produced in the new injection molding facility.
  6. Production molding: Once part validation is complete, the new injection molder’s production team will begin to produce the plastic components.

All phases of the plastic injection tool transfer process are critical – particularly the validation phase. Working with an experienced injection molding team that uses the latest technology and innovative manufacturing processes will mitigate associated risks and get your part to the production molding phase faster. Working with a team that has depth in their technical backgrounds will be an integral asset to the commitment and investment made to the transfer process.

Are you looking for the right partner to help facilitate an injection mold tool transfer? Plastic Components, Inc. is here to help. Download our tool transfer checklist here – or contact one of our experienced engineers to discuss your immediate needs.

Der Transfer von Spritzgusswerkzeugen erfordert eine sorgfältige, vorausblickende Planung, Kommunikation und Investitionen, damit alle Projektziele und Erwartungen erreicht werden.